Eine Leseprobe, die mit einem stillen Augenblick beginnt – und etwas in Bewegung setzt.

Emma merkte sofort, dass etwas nicht stimmte.
Das Haus war zu still, der Morgen zu schwer.
Als sie die Tür öffnete, lag ihr Vater am Boden — der Atem flach, die Augen halb geöffnet, als wäre selbst Aufwachen zu viel geworden.

Sie kniete sich neben ihn, ohne zu weinen, ohne zu rufen.
Manche Momente sind zu groß für Geräusche.

Später in der Heilstube saß Emma auf der Bank, die Hände ruhig gefaltet, während fremde Stimmen über Fieber und Schwäche sprachen.
Lucas setzte sich nur neben sie. Keine Fragen.
Nur dieses leise Dasein, das half, obwohl niemand etwas sagen konnte.

Für einen Moment fühlte sich die Welt dünn an.
Aber Emma atmete weiter.

Manchmal ist ein Funke nicht hell.
Nur da.

 

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